Schimmel – Na und?

 In Tipps

Schimmelpilze an sich sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt. Schimmelsporen sind beinahe an jedem Ort zu finden und sind normalerweise harmlos. Ja, ab und zu essen wir ihn sogar. Den einen und anderen Kaese gibt er eiin besonderes Aroma. Es gibt also gute und weniger gute Schimmel und auch das Maß spielt neben der Schimmelsorte eine große Rolle für unsere Gesundheit.

Sobald man Schimmel wirklich sehen kann, ist er im Grunde schon in der fortgeschrittenen Phase, denn in der Wachstumsphase bildet der Schimmel Zellfäden, die nahezu unsichtbar sind.  Um sich zu vermehren und auszubreiten bildet der Schimmel „Sporen“. Das ist in etwas mit Pollenflug zu vergleichen. Letztendlich sieht man draussen eine dünne, meist gelbliche Puderschicht auf den Autos und Gartenmöbeln. Die Sporen sind oft gefärbt, so dass der Schimmelpilzbefall in dieser Phase auch mit bloßem Auge sichtbar wird. (zum Beispiel als schwarze oder gelbe Schimmelpilzflecken) erkennbar ist. Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur.

Wie trocken ist Ihr Haus?

Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Das ist auch in ihrem Haus oder der Wohnung schneller passiert als man denkt. Wir kochen, duschen, baden, waschen trocknen und atmen. Dies alles verursacht Feuchtigkeit, die in die Umgebung abgegeben wird.

Gestern noch stand ich im Stau. Auf der Pannenspur stand ein Auto mit samt aller Insassen. Das konnt eich nicht sehen, denn die Scheiben waren komplett beschlagen. Genau aus diesem Grund konnte ich wissen, die Insassen befinden sich im Auto. Wahrscheinlich kennen Sie die Situation auch.

 

Condens

Wer hat denn hier einen Dachschaden?

Sie wohnen nicht in Ihrem Auto, also zurück zu Feuchtigkeit im Haus und mögliche Ursachen:

  • Undichtigkeit im Dach, häufiger bei Flachdächer
  • Dachrinnen und Fallrohre, die das Wasser direkt gegen den Wand oder in die Wand laufen lassen anstatt diese abzuleiten.
  • geschädigtes Mauerwerk, Risse im Mauerwerk
  • Neubau! Ein neues Gebäudes sollte ordentlich austrocknen können.
  • Rohrbruch, Überschwemmung
  • unzureichendes Lüften
  • Kondensation (Tauwasserbildung), häufig im Altbau, bedingt durch geringe oder schlechte Isolierung.
  • Baufehler wie z.B. Wärmebrücken, führen zur Wasserdampfkondensation entlang des geschädigten Bereiches.

Feuchtigkeit bietet also eine gute Basis für unerwünschte Schimmelbildung.

 

Wovon nährt sich Schimmel?

Schimmelpilze finden so einiges nahrhaft, z.B. verschiedene Holzarten, Spanplatten, Papier, Pappe, Karton, Gipskarton, Tapeten und – kleister aber auch Kunststoffe, Gummi, Silikon, Teppichböden, Kleber für Fußbodenbeläge, Farben, Lacke und auch Leder.

Sie sehen, im Grunde nahezu alle im Haus verarbeiteten Materialien bilden für Schimmel eine gute Nahrungsgrundlage.

Schimmel kann nicht nur im Innenraum in Materialien eine gute Grundlage finden, sondern auch in der Basis des Hauses, hiermit meine ich Zement und Beton. Abgesehen davon, kann Schimmel auch prima auf MAterialien gedeihen, auf denen sich organische Partikel und Stäube aus der Luft auf diesen abgesetzt haben. Denken Sie z.B. an die im Buero vergessene Kaffeetasse, die nach dem 3-wöchigen Urlaub in voller Schimmelpracht auf Sie wartet. Dennoch ist auch hier eine bestimmte Mindestfeuchte erforderlich. Das Material an sich kann relativ trocken sein, relevant ist die relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 80 % an der Oberfläche des Materials. Tauwasserbildung begünstigt den Schimmelwachstum. So kommt es vor, dass auf Fensterglas Schimmel am unteren Rand entsteht, obwohl Glas an sich kein Nährboden darstellt.

 

Macht Schimmel krank?

Ein einmaliger Kontakt macht nocht nicht krank. Der Körper entwickelt jedoch eventuell Antikörper, um quasi Einsatzbereit für einen möglichen 2. Kontakt. Das bedeutet, erst bei einem weiteren Kontakt mit Schimmel kann er zu einer allergischen Reaktion kommen mit Symptomen, wie Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Hautausschlag usw.

 

Schimmel im Haus – Und jetzt?

  • Lüften und Heizen kann die Luftfeuchtigkeit im Raum reduzieren
  • Sanierungsmaßnahmen nicht direkt möglich? Übergangsweise – möglichst ohne Staubverwirbelung – die Stellen reinigen
  • Abrücken der Möbel von Außenwänden,  ca. 10 cm Abstand
  • Sie können sanieren: Beseitigung der Ursachen, die zu dem Auftreten des Schimmelpilzwachstums geführt haben. Bei aufsteigender und durchschlagender Nässe beraten wir Sie gern.

 

Wichtig!

  • Bei Zweifel und gesundheitlichen Problemen mit Ihrem Arzt beraten was Ihrer Gesundheit gut tut und einen Sachverständigen einschalten , um das Problem im Haus zu loesen.
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