Feuchtigkeit im Haus

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Sobald deutliche Folgen von feuchten Wänden sichtbar werden, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Wand schon lange Zeit mit Wasser gesättigt ist.

Das Problem mit Feuchtigkeit wird oft erst entdeckt, wenn es sich in Form von Stockflecken, Schimmel oder Kondenswasser offenbart oder wenn sich die Wandfarbe oder der Putz löst. Eigentlich ist es dann schon zu spät. Schimmel ist gesundheitsschädlich, und Feuchtigkeit greift das Material an, was wiederum den Wert ihres Hauses mindert. Ist es soweit gekommen, ist es höchste Zeit um zu handeln!

Beginnen wir am Anfang: Wo kommt die Feuchtigkeit eigentlich her?

Für Feuchtigkeit im Haus gibt es verschiedene Ursachen, so wie z.B. ein hoher Grundwasserspiegel, ein Leck, Kapillarwirkung, Risse, Nutzungsfeuchte und Konstruktionsfehler beim Bau des Hauses. Zu den einzelnen Ursachen:

Grundwasser

Bei einem höheren Grundwasserspiegel können in und an Ihrem Haus Probleme durch Feuchtigkeit oder Wasser entstehen.

Grundwasser ist Regen- oder Flusswasser, das durch den Erdboden in tiefere Schichten gesickert ist. Der Grundwasserspiegel ist nicht überall in Deutschland gleich. An manchen Orten steht das Wasser immer hoch, an anderen nur nach starkem Regen oder, je nach Jahreszeit, Schneeschmelze.

Auch nahe an ihrem Haus gelegene Gewässer, Wassergräben oder Deiche können ebenfalls Einfluss auf den Grundwasserspiegel haben.

Ebenso wichtig ist die Beschaffenheit des Boden in der Umgebung des Hauses. Je nach Bodenart ist der Grund mehr oder weniger wasserdurchlässig. Sand ist beispielsweise wasserdurchlässiger als Lehmboden.

Auch Bauarbeiten in der Nachbarschaft können den bisherigen Zustand und das Gleichgewicht des Bodens stören, so dass ihr Haus nach problemlosen Jahren unerwartet nasse Wänden aufweist. Nach dem Motto ‘steter Tropfen höhlt den Stein’ nehmen Wände durch einen veränderten Grundwasserspiegel Nässe auf.

Undichtigkeit

Möglicherweise ist eine Leitung, Regenrinne oder Dachrinne undicht. Oder es handelt sich um eine Undichtigkeit durch Risse im Fundament oder Fußboden.

Regenwasser kann durch Ihre Außenwand in den Zwischenraum gelangen. Eine zweischalige Wand besteht aus einer warmen Innenschale und einer kalten Außenwand. Durch den Temperaturunterschied zwischen diesen Schalen entsteht ein Kondensationsprozess in Ihrem Hohlmauerwerk. Dabei bilden sich Tropfen, die sich wieder auf dem Boden niederschlagen und dort als Wasserpfütze einen Ausweg suchen.

Kapillarwirkung

Baustoffe wie Ziegel, Kalksandstein, Gips und Porenbeton sind porös. Ist der Boden unter dem Haus feucht, saugen diese Stoffe das Wasser wie ein Schwamm auf. Diese Feuchtigkeit zieht aus dem Fundament, Kriechkeller oder Keller hoch ins Haus.

 

Bau- und Konstruktionsfehler

Ist beim Bau Ihres Hauses ein Planungs- oder Ausführungsfehler aufgetreten, kann aufsteigende Feuchte in Ihr Haus eindringen und Schaden anrichten. Das kann auch passieren, wenn die falschen Baustoffe verwendet oder diese nicht korrekt verarbeitet wurden.

 

Risse im Fundament

Durch verschiedene Ursachen können Risse im Fundament Ihres Hauses, in Ihren Fußböden und sogar in der Fassade entstehen. Durch diese Risse kann Feuchtigkeit in Ihr Haus eindringen. Ursachen dafür können Veränderungen im Grundwasserpegel, Erdaufschüttung, Erschütterungen, Bergbau und andere geologische Gegebenheiten sein.

Nutzungsfeuchte

Nutzungsfeuchte ist Wasserdampf, der durch die normale Nutzung der Räume entsteht, z.B. durch das Kochen, Duschen und Wäsche trocknen. Wenn es keine guten Lüftungsmöglichkeiten gibt, schlägt sich diese feuchte Luft als Kondenswasser an Fenstern, Fensterrahmen und Wänden nieder.

 

Feuchtigkeitsprobleme erkennen

Die ersten Symptome für übermäßige Feuchtigkeit im Haus sind beschlagene Fenster, sich lösende Tapeten, Schimmel in Ecken und hinter Schränken. Ein Bodenbelag kann verrotten und ein muffiger Geruch kann entstehen.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Haus erkennen Sie oft daran, dass es sich im Haus kälter anfühlt als das Thermostat anzeigt oder auch an einem zugigen Gefühl in den Wohnräumen. Auch eine Erkältung, die gar nicht mehr weggehen möchte oder eine allergische Reaktionen der Atemwege, kann auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hindeuten. Wenn Sie Holzfußböden haben, können Holzfäule, klemmende Türen und verzogenes Laminat oder Holzboden die Folge sein.

 

Erkennen Sie oben genannte Probleme? Dann helfen wir Ihnen gern weiter. Wir beraten Sie kostenfrei telefonisch und auch vor Ort!

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